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Kirche, Salon, Konzertsaal?!

Das Orgelwerk César Francks

Der Schülerkreis um César Franck prägte das noch heute nachwirkende Bild einerseits des mystischen und weltabgewandten Komponisten und andererseits der Vaterfigur einer zukünftigen Komponisten- und Organistengeneration. Als Organist an der Pariser Kirche St. Clotilde schreibt und improvisiert Franck Kirchenmusik, ebenso komponiert er für die Orgel im neueröffneten Pariser Konzertsaal Trocadéro. Zahlreiche Werke erscheinen für Harmonium, das religiöse und in Mode gekommene Hausinstrument. Sein im Todesjahr komponierter Orgelzyklus besteht aus drei Chorälen, 20minütige Werke ohne erkennbare traditionelle Choralmelodie. Unser Konzertzyklus beleuchtet zentrale historische Aspekte der Funktion und Wirkung der Werke César Franks. Ist Francks Orgelmusik liturgisch, religiös oder weltlich? Wie knüpften Francks Schüler, allen voran Vincent d'Indy und Louis Vierne, an ihr Vorbild an?

Schirmherrschaft: Dr. Susanne Eisenmann
Bürgermeisterin für Kultur, Bildung und Sport
der Landeshauptstadt Stuttgart

Mitwirkende


Sprecher | Urs Klebe, 1977 geboren in Hamburg, studierte zunächst Kunst und Germanistik an der Universität/Gesamthochschule Kassel. von 2002 bis 2007 Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart, Hauptfach Sprechen. Zahlreiche Einzel- und Gruppen-Auftritte mit Programmen wie Rockersbeat, Pet Garret + Billy the Kid oder „Da muss man sich doch einfach hinlegen“ - Ein Abend mit Gedichten und Texten von Bertolt Brecht und Musik von Weill, Eisler u.a.



Moderation | Steffen Benz studierte Anglistik und Geschichte an der Universität Stuttgart. Den Titel eines Magister Artium erlangte er durch die Untersuchung der Darstellung Margaret Thatchers in der zeitgenössischen britischen Literatur. Seit längerem arbeitet er mit Jörg Halubek bei verschiedenen Projekten zusammen. Steffen Benz unterrichtet an der Universität Stuttgart.

Musikwissenschaftliche Einführungen

Katrin Beck studierte in Stuttgart Schulmusik und schließt im Sommer 2008 ihr Kirchenmusik- und Englischstudium ab. Im Jahr 2007 war sie zur Anfertigung einer musikwissenschaftlichen Arbeit als Stipendiatin des DAAD in Dänemark. Sie unterrichtet an der Musikhochschule Stuttgart. (31.Mai)



Andreas Münzmay lehrt Musikwissenschaft und Kirchenmusikgeschichte an der Staatlichen Hochschule für Musik Stuttgart. Er war Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Evangelisches Studienwerks Villigst und wurde 2008 an der Universität der Künste Berlin mit einer Arbeit über das französische Musiktheater und den französisch-deutschen Kulturtransfer im 19. Jahrhundert promoviert. (3. und 17. Mai)



Matthias Pasdzierny Geboren 1976 in Göttingen; Studium der Schulmusik (künstl. Hauptfach Kontrabass), Musikwissenschaft, Germanistik in Stuttgart, Hildesheim und Krakau. 2004/2005 Stipendiat des SiemensArtsProgram, 2006/2007 Promotionsförderung durch das evangelische Studienwerk Villigst e.V. Zur Zeit Promotion (Remigration von Musikschaffenden nach Westdeutschland nach 1945) an der UdK Berlin. Seit WS 2007/08 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für Musikwissenschaft an der UdK Berlin. (10. und 24. Mai)



Orgel und Harmonium | Jörg Halubek www.joerghalubek.de

An den fünf Samstagabenden
vom 3.–31. Mai 2008

19.15 Uhr
Musikwissenschaftliche Einführung
in das Thema des jeweiligen Abends

20.00 Uhr
Konzert I auf der Gaisburger Empore
Werke von César Franck und Louis Vierne auf einem Kunstharmonium des späten 19. Jh.
(Leihgabe des Stadtarchivs)

20.45 Uhr
Pause mit Publikums-Talk und
kleinem französischem Buffet
(Das Weinhaus Der Gallier)

21.30 Uhr
Konzert II im Kirchraum
Orgelwerke von César Franck

Ende gegen 22.15 Uhr

Kartenbestellung

Telefon 0711 483443

Eintrittspreise

12 Euro, für alle fünf Abende 50 Euro
ermäßigt 6 Euro, für alle fünf Abende 25 Euro
(Das Buffet ist nicht im Eintrittspreis inbegriffen.)