Übersicht
Einführung in das Abendprogramm jeweils eine Dreiviertelstunde vor Konzertbeginn.
26. September 2009, 20 Uhr
Der Internationale. Bach und die Welt
17. Oktober 2009, 19–24 Uhr „stuttgartnacht“
18. Oktober 2009, 19 Uhr
Zimmermanns Kaffeehaus. Bach in Leipzig
7. November 2009, 20 Uhr
Das Mondscheinmanuskript. „Ein Buch voll Clavierstücke...“
31. Dezember 2009, 21 Uhr
1. Januar 2010, 19 Uhr
2. Januar 2010, 19 Uhr
Blind Date. Bach und Händel
23. Januar 2010, 20 Uhr
„Viel gute italienische Musik...“
27. Februar 2010, 20 Uhr
Das Andreas Bach-Buch. Ein musikalisches Gästebuch
20. März 2010, 20 Uhr
Netzwerke und Karrieren. Die Bach-Familie
10. April 2010, 20 Uhr
Musik für Herzog Carl Eugen. Die Bachs in Württemberg?
8. Mai 2010, 20 Uhr
Das Alt-Bachische Archiv. Die Vorfahren
12. Juni 2010, 20 Uhr
Brot und Spiele. Musik der Superlative
Der Internationale. Bach und die Welt
Eröffnungskonzert
Samstag, 26. September 2009, 20 Uhr (Kat. A)
Werke von Bach (Ouverture in D, Brandenburg III), Corelli, Lully, Vivaldi
IL GUSTO BAROCCO
Leitung: Jörg Halubek
Königliche Musik, virtuose Concerti und mit Naturtrompeten besetzte Ouverturen eröffnen den Konzertzyklus. Virtuos komponierte Bach in den beiden großen Nationalstilen Frankreichs und Italiens. Deren Wegbereiter Jean-Baptiste Lully und Arcangelo Corelli stehen Bachs Werken Pate. Genial verbindet Bach die stilistischen Vorgaben mit seiner unverwechselbaren kontrapunktischen Handschrift.
Zimmermanns Kaffeehaus.
Bach in Leipzig
Samstag, 17. Oktober 2009, 19–24 Uhr „stuttgartnacht“
Sonntag, 18. Oktober 2009, 19 Uhr (Kat. A)
Bach (Tripelkonzert, Brandenburg V), Locatelli, Porpora, Telemann, Scarlatti
Hans Joachim Fuss, Traversflöte
IL GUSTO BAROCCO
Leitung: Jörg Halubek
Im Jahr 1723 begann eine Kooperation zwischen dem Leipziger Collegium musicum, einem Ensemble für zeitgenössische Musik, und dem Betreiber des größten und berühmtesten Kaffeehauses der Stadt: Gottfried Zimmermann. Das 40–60-köpfige Ensemble wurde 1701 von Georg Friedrich Telemann gegründet und wurde von 1729 von J.S. Bach übernommen. In den wöchentlich stattfindenden Konzerten hat Bach mehr als 500 Konzertprogramme gestaltet – Programme und Aufführungsmaterialien sind aber weitestgehend verloren gegangen. Einige nachweisbare Werke – Bach hatte u.a. Telemanns Neukompositionen abonniert – kommen in diesem Konzert zu Gehör.
Das Mondscheinmanuskript.
„Ein Buch voll Clavierstücke...“
Samstag, 7. November 2009, 20 Uhr (Kat. C)
Bach, Pachelbel, Froberger, Kerll
Jörg Halubek, Cembalo
Der Bachsohn Carl Philip Emanuel berichtet im Nachruf auf seinen Vater Johann Sebastian ein Ereignis aus dessen Kindertagen: „Ein Buch voll Clavierstücke, von den damaligen berühmtesten Meistern, Frobergern, Kerlen, Pachelbeln, welches sein Bruder besaß, wurde ihm [J.S.Bach], alles Bittens ohngeachtet, wer weis aus was für Ursachen, versaget. Er holte es (...) des Nachts, wenn jedermann zu Bette war, (...) und schrieb es bey Mondenscheine, ab“. Dieser Sammelband der Familienbibliothek existiert nicht mehr. Aus dem musikalischen Umfeld des Bach-Bruders versuchen wir eine Rekonstruktion.
Blind Date. Bach und Händel
Silvester-/Neujahrveranstaltung
Donnerstag, 31. Dezember 2009, 21 Uhr
Freitag, 1. Januar 2010, 19 Uhr (Kat. A)
Samstag, 2. Januar 2010, 19 Uhr (Kat. A)
Bach (Herkules auf dem Scheidewege), Händel (Il Trionfo del tempo et del disinganno)
Szenische Silvesteraufführung
N.N. / N.N. / N.N. / N.N.
IL GUSTO BAROCCO
Szenische Einrichtung: Thomas Wehry
Leitung: Jörg Halubek
G.F. Händel und J.S.Bach wurden beide im Jahr 1685 geboren. Ein persönliches Treffen der beiden Komponisten kam trotz beiderseitigem Bemühen nicht zustande. Unser Silvesterkonzert arrangiert nun eine Begegnung der beiden – nicht in persona, sondern in musica: Händels Oratorium über den Triumph von Zeit und Wahrheit gibt den dramaturgischen Rahmen vor: Die vier allegorischen Figuren – die Schönheit, das Vergnügen, die Zeit und die Erkenntnis – treten in Dialog mit der Tugend und der Wollust aus Bachs weltlicher Herkules-Kantate, deren Musik er später im Weihnachtsoratorium verwandte.
Erleben Sie den Jahreswechsel im Anschluss an das Konzert mit Sekt, Glockengeläut und wunderbarem Blick auf das Stuttgarter Feuerwerk von der sogenannten Gaisburger Akropolis!
„Viel gute italienische Musik...“
Samstag, 23. Januar 2010, 20 Uhr (Kat. B)
Bach, Corelli, Vivaldi, Torelli, Albinoni
IL GUSTO BAROCCO - Kammerbesetzung
Margret Baumgartl und Bettina van Roosebeeke, Violine
Jonathan Pesek, Cello
Jörg Halubek, Cembalo
„Viel gute italienische Musik“ brachte die Weimarer Hofkapelle nach Angaben des Bachschülers P.D. Kräuter zu Gehör. Bach wirkte von 1708 bis 1717 am Weimarer Hof. Er hatte dort Zugriff auf die hervorragende Musikbibliothek des Roten Schlosses, welche der musikliebende Herzog Johann Ernst auf aktuellstem Stand hielt. Bachs Werke dieser Zeit tragen deutliche Züge des italienischen Concerto-Stils, mit dem Antonio Vivaldi international Erfolge feierte. Im Jahr 1774 brannte das Rote Schloss zu Weimar mitsamt der Bibliothek nieder. In diesem Konzert erklingen Werke, die Herzog Johann Ernst womöglich von seiner Amsterdam-Reise im Jahr 1713 mitbrachte.
Das Andreas Bach-Buch.
Ein musikalisches Gästebuch
Samstag, 27. Februar 2010, 20 Uhr (Kat. C)
Bach, Buxtehude, Böhm, Kuhnau
Jörg Halubek, Cembalo und Orgel
Das sogenannte Andreas-Bach-Buch wird heute nach seinem letzten nachweislichen Besitzer innerhalb der Bachfamilie benannt: Johann Andreas Bach (1713–1779). Zusammengestellt wurde diese Sammlung von Tastenmusik jedoch um 1700 von dessen Vater und Johann Sebastians älterem Bruder Johann Christoph, unter dessen Obhut sich Johann Sebastian 1695–1700 befand. Diese Sammlung zählt heute zu den wichtigsten erhaltenen Quellen deutscher Tastenmusik und ist eines der wenigen Bücher, die aus Johann Sebastians Bibliothek erhalten geblieben sind.
Netzwerke und Karrieren.
Die Bach-Familie
Samstag, 20. März 2010, 20 Uhr (Kat. B)
Bach (Musikalisches Opfer) und Bach-Söhne
IL GUSTO BAROCCO - Kammerbesetzung
Hans-Joachim Fuss, Traversflöte
Leila Schayegh, Violine
Jonathan Pesek, Cello
Jörg Halubek, Cembalo
J.S. Bachs 1747 komponiertes und dem König Friedrich von Preussen gewidmetes „Musikalisches Opfer“ markiert einen Höhepunkt in Bachs öffentlicher Karriere. Zahlreiche Zeitungen berichteten über J.S. Bachs vorausgegangenen Besuch bei Friedrich dem Großen und seine grandiose Improvisation einer sechsstimmigen Fuge. Bachs Sohn Carl Philipp Emanuel – seit einigen Jahren Cembalist am Berliner Hofe – hatte dieses Treffen lange geplant und vorbereitet. Das bemerkenswerte Gespür für politische wichtige Beziehungen lässt sich anhand zahlreicher Dokumente nachvollziehen. Dieses Konzert beleuchtet die familiären und politischen Verbindungen der Bachfamilie.
Musik für Herzog Carl Eugen.
Die Bachs in Württemberg?
Samstag, 10. April 2010, 20 Uhr (Kat. A)
IL GUSTO BAROCCO
Margret Baumgartl, Konzertmeisterin
Jörg Halubek, Cembalo und Hammerflügel
Über mehr als zwei Jahrhunderte hinweg bekleiden Mitglieder der Bach-Familie einflussreiche Stellen Thüringens und prägten diesen Landstrich maßgeblich. Insbesondere die vier musikalischen Bach-Söhne versuchten dieses Netzwerk auszudehnen und wirkten schließlich an internationalen Zentren wie Hamburg, Berlin und London. Während seiner Berliner Dienstzeit am preussischen Hof unterrichtete Carl Philipp Emanuel zeitweise den späteren württembergischen Herzog Carl Eugen im Clavierspiel und widmet ihm die Sammlung der Württembergischen Sonaten. Dieses Konzert beleuchtet die für die Bach-Familie so wichtige Gattung des Klavierkonzertes und rekonstruiert Beziehungen nach Süddeutschland.
Das Alt-Bachische Archiv. Die Vorfahren
Samstag, 8. Mai 2010, 20 Uhr (Kat. A)
Bach, Bach-Vorfahren, Weckmann, Buxtehude, Reincken
IL GUSTO BAROCCO – Solobesetzung
Leitung: Jörg Halubek
Bachs berühmtester Sohn Carl Philip Emanuel verzeichnet in seinem Nachlaß ein „Alt-Bachisches Archiv“. Diese Familienbibliothek muss Johann Sebastian um 1700 begonnen haben. Dieses Archiv dokumentiert auf der einen Seite Familiengeschichte, und dient auf der anderen Seite Studien-, Nachschlage- und Aufführungszwecken. In diesem Konzert soll der erhaltene Teil dieses Archives (nach 1708) um Werke norddeutscher Komponisten ergänzt werden. Die Musik dieser Region prägte den jugendlichen Bach nachhaltig.
Brot und Spiele.
Musik der Superlative
Samstag, 12. Juni 2010, 20 Uhr (Kat. A)
Bach/Vivaldi: Konzerte für 2, 3 und 4 Cembali und Orchester
Marieke Spaans, N.N., Petra Marianowski und Jörg Halubek, Cembali
Der Vivaldi-Kult zur Bachzeit scheint heute kaum mehr nachvollziehbar - zeitgenössische Beschreibungen eines ekstatischen Publikums und in Ohnmacht fallender Frauen erinnern an heutige Popkonzerte. Bach kannte aus der Weimarer Bibliothek die Concerti Vivaldis (L‘estro armonico) und erstellte in dieser Zeit zahlreiche Transkriptionen für Orgel oder Cembalo. Dieses Konzert stellt exemplarisch groß besetzte Vivaldi-Konzerte und Bachsche Pendants vor - darunter eine spektakuläre Bearbeitung für vier Cembali und Orchester.
Eintritt
Kategorie A: Barockorchester
EUR 25/20/15 (ermäßigt EUR 20/15/10)
Kategorie B: Kammerbesetzung
EUR 20/15/10 (ermäßigt EUR 15/10/-)
Kategorie C: Cembalo/Orgel solo
EUR 15/10 (ermäßigt EUR 10/-)
Silvesterkonzert:
EUR 30/25/20 (ermäßigt: 25/20/15)
StuttgartNacht (www.stuttgartnacht.de) 15