Jörg Halubek gewann im Sommer 2004 den ersten Preis des XIV. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig, die wohl bedeutendste internationale Auszeichnung für die Interpretation der Alten Musik, insbes. Bachscher Werke.
Nach Studien in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill schloss er ein Diplom-Studium der Alten Musik an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis bei Andrea Marcon mit Auszeichnung ab. Weitere Akzente setzten private Studien bei Eric Lebrun in Paris und Martin Sander in Heidelberg. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes und der DAAD förderten ihn als Stipendiaten.
Als Organist und Cembalist widmet sich Halubek einer regen Konzerttätigkeit. Auf den Wettbewerbserfolg in Leipzig folgten Einladungen zu internationalen Musikfestivals wie Ludwigsburger Schlossfestspiele, Europäisches Musikfest Stuttgart, Internationale Orgeltage Neubrandenburg, Internationale Händelfestspiele Göttingen, Internationaler Orgelsommer Lübeck, International Festival Musical Olympus Moskau / St. Petersburg, Bachfest Leipzig, Bachfest der neuen Bachgesellschaft Aschaffenburg. Ebenso folgten Einladungen zu Orgelkonzerten an bedeutenden z.T. historischen Orgeln nach Oslo, London (Westminster Cathedral), Chester Cathedral, St. Petersburg Konzerthalle, Gewandhaus Leipzig, Naumburger Wenzelskirche, St. Jacobi in Lübeck, Pöppelmannkirche in Lebusa, Parma, Treviso und Basel.
Er musizierte mit dem Radio-Symphonie-Orchester Stuttgart unter Roger Norrington, dem Bach-Collegium Stuttgart unter Helmut Rilling; als Solist mit dem Venice Baroque Orchester unter Andrea Marcon, dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg und dem Staatsorchester Stuttgart. In der Spielzeit 2005–2007 ist er als Solist in einer Ballett-Produktion des Stuttgarter Staatstheaters mit Poulencs Orgelkonzert zu hören. Er ist Kammermusikpartner des Altus Matthias Rexroth.
Rundfunk-Aufnahmen dokumentieren seine solistische Tätigkeit, im Frühjahr diesen Jahres entstand eine Einspielung von Bachs h-moll-Sonate für Oboe und Cembalo mit Lajos Lencsés für Bayer Records. Mitwirkung bei weiteren Aufnahmen (Morten Lauridson, Lux aeterna). Im Sommer 2006 ist mit dem SWR Stuttgart eine Gesamteinspielung der Cembalo- und Orgelwerke von Bernardo Storace (Venedig 1664) auf zwei original erhaltenen Instrumenten der Sammlung des Württembergischen Landesmuseum und der Musikhochschule Stuttgart entstanden.
Jörg Halubek betreut eine Konzertreihe und die Restauration einer spätromantischen Orgel an der Gaisburger Jugendstilkirche in Stuttgart. Er unterrichtet seit 2003 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Cembalo und Historische Aufführungspraxis und zudem seit 2005 an der Hochschule für Musik Karlsruhe Orgel.